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Hierzu erklären Jochen Ott, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW, und Justus Moor, kommunalpolitischer Sprecher:
Jochen Ott:
„In NRW läuft es nur rund, wenn leistungsfähige Städte und Gemeinden vor Ort das Leben für die Menschen organisieren können. Das fällt ihnen aber immer schwerer – und das führt zu massivem Verdruss in der Bevölkerung. Die Lösung der Altschuldenfrage ist daher ein entscheidender Beitrag, um die Demokratie von unten wieder stark zu machen.
NRW hat als letztes der betroffenen Bundesländer endlich einen Teil der Lösung auf den Weg gebracht – besser spät als nie. Gleichzeitig sind die Mittel, die die Landesregierung hier aus eigener Kraft bereitstellt, natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Damit wir das Problem wirklich umfassend und nachhaltig in den Griff bekommen, ist eine Beteiligung des Bundes unerlässlich. Ein Entwurf der noch im Amt befindlichen Bundesregierung aus SPD und Grünen zur notwendigen Änderung des Grundgesetzes liegt dafür vor. Leider haben sowohl die Union im Bund als auch Ministerpräsident Hendrik Wüst in NRW eine solche Regelung vor den Wahlen noch blockiert. Damit muss jetzt Schluss sein.
Wer die Demokratie wieder stärken will, der muss vor allem den Kommunen helfen, damit sie wieder funktionieren. Das muss schon bei Sondierungsgesprächen in Berlin im Mittelpunkt stehen. Dieses Signal müssen CDU und SPD aus Nordrhein-Westfalen jetzt gemeinsam senden.“





