SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Gemeinsames Lernen möglich machen

Veröffentlicht am 02.03.2012 in Presse

Norbert Killewald besucht Schule am Weserbogen

Bad Oeynhausen (lid). Um Gesetze verabschieden zu können, ist Praxiserfahrung unerlässlich, so Landtagsabgeordnete Inge Howe. „Das geht nicht ohne Betroffene und Beteiligte.“ Deshalb besuchte der NRW-Landesbehindertenbeauftragte Norbert Killewald gestern die Schule am Weserbogen, um über das Thema „Inklusion und Schule“ zu sprechen.

Zusammen mit Eltern, Lehrern, Vertretern des Schulamts, des Landschaftsverbands Westfalen Lippe, des Kreises und Schülern diskutierte Killewald den Antrag „Zusammen lernen – zusammenwachsen. Eckpunkte für den Weg zur inklusiven Schule“, über den der Landtag in den nächsten Wochen entscheiden wird. Inklusion bedeutet in diesem Fall, dass Kinder mit und ohne Behinderung in einer Klasse gemeinsam unterrichtet werden.

„Dass alle Schüler auf eine Schule gehen werden, ist noch unrealistisch“, erklärte Killewald, wahrscheinlicher sei, dass 60 bis 70 Prozent aller Kinder in Zukunft zusammen beschult werden könnten. Man müsse dem Schulwahlrecht der Eltern Folge leisten. Killewald: „Die Gemeinden müssen inklusive Beschulung zulassen.“ Pro 20.000 Einwohner müsse es möglich sein, eine solche Schule einzurichten. Dieses könne sowohl in Regelschulen, als auch in Förderschulen geschehen.

Eine Idee, die dem 18-jährigen Robert gefällt, doch Bedenken hat der Schüler auch: „Andere können schneller lernen. Wir müssen manchmal drei Mal nachfragen. Ich weiß nicht, ob das jedem Schüler passt.“ Kontakt zu Regelschülern sei ihm wichtig, doch „wir wollen auch angenommen werden, sonst macht uns das keine Freude.“

© 2012 Neue Westfälische
12 - Bad Oeynhausen, Freitag 02. März 2012

 

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