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Gelita feiert Jubiläum / Geschäftsführer würdigt hoch motivierte Mitarbeiter

Veröffentlicht am 09.06.2008 in Presse

"Gelenkschmiere" aus Minden

Minden (mt). Drei Worte reichen Karl-Ernst Hunting, um ein traditionsreiches Mindener Unternehmen, das an der Friedrich-Wilhelm-Straße tätig ist, zu charakterisieren: Leise, solide, erfolgreich.

Der Geschäftsstellenleiter der Industrie- und Handelskammer in Minden übergab gestern die Ehrenurkunde der IHK für ein besonderes Jubiläum: 150 Jahre Gelita. In einem kurzen und flotten Festakt mit zahlreichen Gästen, darunter die Landtagsabgeordnete Inge Howe, wurden die unternehmerischen Leistungen der Gelatine-Fabrik gewürdigt.

Der Vorstand Marketing/Vertrieb der Gelita-Holding, Dr. Axel Albers aus Eberbach, zu der das Mindener Werk nach zahlreichen Eigentümerwechseln inzwischen gehört, erinnerte an die 80 000 Tonnen Gelatine, die mehr als 2700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 20 Gelita-Standorten produzieren. Damit ist das Unternehmen mit einem Anteil von 27 Prozent Weltmarktführer in diesem Bereich.

Die Beschäftigten in Minden um Werksleiter Ludger Pollmann erweisen sich dabei als die Spitzenproduzenten in diesem weltweiten Spiel. 4500 Tonnen würde allein in der Weserstadt die Jahresproduktion betragen, erläuterte Landrat Dr. Ralf Niermann in seinem Grußwort und lobte: "Wir als Kreis Minden-Lübbecke stellen fest, dass dieses ein sehr gut geführter Betrieb ist." Der Kreis weiß, wovon er spricht: Er ist im Bereich der Lebensmittel- und Umweltkontrolle für das Gelita-Werk zuständig.

"Ohne Tradition gibt es keine Innovation", betonte Bürgermeister Michael Buhre mit Blick auf das Wirken der Firma in seiner Laudatio. Die Stadt Minden könne stolz auf ein solches Unternehmen sein. Übrigens vor 150 Jahren das erste, das in diesem Industriegebiet auf dem Rechten Weserufer entstand.

Ein wichtiger Faktor, um über so viele Jahrzehnte am Markt bestehen zu können, seien die hoch motivierten und geschulten Beschäftigten, würdigte Ludger Pollmann das Engagement seiner 78 Mitarbeiter. Aber auch die Partnerfirmen, mit denen Gelita teils seit Jahrzehnten zusammenarbeite, seien ein Garant für den Erfolg. Dabei verhehlte Pollmann nicht, dass es auch schwierige Zeiten gab: "Die Eigentümerwechsel hat es nicht ohne Not gegeben."

Heute, im 151. Jahr des Gelatineproduzenten, scheinen keine Sorgen zu drücken. Gelita zeigt sich innovativ hinsichtlich des Stoffes, ohne den es nicht zu gehen scheint. Ob Joghurt, Fitnessriegel, Torte, fettarmer Käse oder Gummibärchen - die Gelatine ist allgegenwärtig. Mit anderen Worten: In nahezu allem, was man isst, ist der besondere Zusatzstoff aus Minden enthalten, der aus Schweineschwarte, Knochen und Rinderspalt produziert wird.

Wie das geschieht, davon konnten sich am Vormittag die Gäste des Festaktes und am Nachmittag die interessierte Bürgerschaft beim Tag der offenen Tür informieren. Dort erfuhren die Besucher auch, dass das neue Instant-Gel "Schoko" die Herstellung einer um 25 Prozent Fett reduzierten Milchschokolade ohne Auswirkung auf die sensorischen und physikalischen Eigenschaften ermögliche. Und dass der Grundstoff aus Minden auch in einer Art trinkbarer "Gelenkschmiere" vorhanden ist.

Die Gäste des Festaktes stießen gemeinsam mit der Unternehmensleitung mit einem kräftigen Schluck aus der Trinkampulle an und fühlten sich fit für die Zukunft. So wie das Traditionsunternehmen an der Friedrich-Wilhelm-Straße.

Quelle: MT-Online vom 07.06.2008

 

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