
Die Finanztransaktionssteuer ist ihrer Einführung einen wichtigen Schritt näher gekommen. Das Europäische Parlament stimmte am Mittwoch für das Instrument, das Spekulationsgeschäfte begrenzen und Krisen-Verursacher an deren Kosten beteiligen soll. Die SPD macht Druck auf die Regierungen von Deutschland und Frankreich, das Thema voranzutreiben.
Am Mittwoch hat das Europäische Parlament mehrheitlich für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in Europa gestimmt. Die Entscheidung geht zurück auf eine Initiative der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament – gegen Widerstände vieler Konservativer und Liberaler.
„Die EU-Kommission und die europäischen Staats- und Regierungschefs - allen voran Bundeskanzlerin Merkel und der französische Präsident Sarkozy - dürfen jetzt nicht länger auf Zeit spielen, sondern müssen endlich das Thema ernsthaft anpacken“, fordert jetzt Martin Schulz, der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament. Europa dürfe sich „nicht länger hinter den G20 verstecken, sondern muss eine Vorreiterrolle bei der Besteuerung von Finanztransaktionen einnehmen“, so Schulz.





