SPD Ortsverein Hille

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Ernst-Wilhelm Rahe und Achim Post: Pohlsche Heide ein Entsorgungszentrum mit guter Zukunft

Veröffentlicht am 14.08.2012 in Landespolitik

Ernst-Wilhelm Rahe, Burkhardt Schulte und Achim Post in der Annahmehalle der MBA - Foto: Hartmut Stickan

Können Abfälle aus dem Deponiekörper der Pohl’schen Heide wieder herausgeholt werden? Über diese und weitere Fragestellungen informierten sich jetzt der Landtagsabgeordnete Ernst-Wilhelm Rahe und der heimische SPD Bundestagskandidat Achim Post bei einem Besuch im Entsorgungszentrum.

8000 Tonnen alter Müll sollen in einem Pilotprojekt aus dem über 20jahre altem Bauabschnitt der Deponie wieder herausgeholt werden, berichtete GVoA Geschäftsführer Burkhardt Schulte. In dem vom Land NRW gefördertem Projekt soll untersucht werden, welche Wertstoffe sich mit der heutigen Aufbereitungstechnik noch wieder verwenden lassen. „Wenn sich ein wirtschaftlich positiver Effekt ergibt, kann das beispielhaft für viele ehemalige Siedlungsdeponien im ganzen Land sein. Ein Industrieland wie NRW ist auf die Nutzung recycelbarer Rohstoffe angewiesen“ so Ernst-Wilhelm Rahe.

Zuvor hatten sich Rahe und Post von der komplexen Aufbereitung der heimischen Abfälle überzeugen können. Insbesondere die Rückgewinnung der im Abfall gespeicherten Energie beeindruckte. Mit der Erzeugung von Bio- Gär- und Deponiegasen sowie der thermischen Ausnutzung im Heizkraftwerk Minden werde ein bedeutender Anteil des kreiseigenen Energieverbrauchs aus dem Müll selber erzeugt, so Schulte bei der Vorstellung der verschiedenen Verfahrensschritte. Schulte stellte auch das Projekt CReeD eV. vor. Mit wissenschaftlicher Begleitung der Universität Braunschweig und Unterstützung durch das Bundesumweltministerium soll die Abfalltechnik aus dem Mühlenkreis weltweit bekannt gemacht werden.

„Die hier vorhandene Abfallbehandlung ist beispielhaft insbesondere für die Schwellenländer“ betonte Achim Post. Bei Besuchen internationaler Kommissionen an seinem Arbeitsplatz in Berlin will er für einen Erfahrungsaustausch werben. „Gerade in der Türkei, aber auch aus Fernost oder Lateinamerika haben wir häufig Anfragen nach guten Beispielen deutscher Technik. Die kann man hier in Hille sehr gut vorzeigen“ so Post weiter, der als Abteilungsleiter Internationales beim Bundesvorstand der SPD arbeitet.

 

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