SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Entschlossener Blick in die Zukunft

Veröffentlicht am 03.06.2008 in Presse

Scherf/Foto: Robert Kauffeld

Hundert Jahre SPD Minderheide mit Henning Scherf als ganz besonderem Geburtstagsgast

Minden (rkm). "Freunde seid willkommen", sangen der Chor "Frohsinn", und es waren viele gekommen zur Hundertjahrfeier des SPD-Ortsverbandes Minderheide. Es galt, mit berechtigtem Stolz Rückblick auf die Vergangenheit zu halten, Freude über die vielen Erfolge zu empfinden und entschlossen in die Zukunft zu blicken.

Ein vielseitiges Programm bereitete den Genossen und ihren Gästen fröhliche Stunden, aber auch besinnliche Betrachtungen über Ereignisse und Schicksale einer sehr wechselvollen vergangenen Zeit.

Bundestagsabgeordneter Lothar Ibrügger, Landtagsabgeordnete Inge Howe, Landrat Dr. Ralf Niermann und Bürgermeister und Unterbezirksvorsitzender Michael Buhre übermittelten ihre Glückwünsche und erinnerten in ihren Grußworten an die Geschichte der SPD.

Zu einer Macht zusammengeschweißt

Verfolgung der Mitglieder, Verbot der Partei, 3-Klassen-Wahlrecht, kein Wahlrecht für Frauen: das hatte einst die Arbeiter zu einer entschlossenen Macht zusammengeschweißt. Naziherrschaft und erneute Unterdrückung folgten, doch nichts konnte die Genossen von ihrem Weg abhalten, dem sie bis heute treu geblieben sind.

Und die Freunde vom Ortsverband Minderheide gehörten dazu, wo es oft um "handfest Dinge" ging, wie Ortsvorsteher Heiner Meyer berichtete, um konstruktive, praktische Lösungen vor Ort. Und diesen Aufgaben wolle man sich auch in Zukunft mit Freude widmen.

Mit Freude konnten dann die Besucher am Kurzlehrgang über Politik teilnehmen. Auf ihrem ungebremsten Weg in den Bundestag zeigte die resolute Putzfrau, dass man eigentlich nur in einer Talkshow bestehen muss. Da, und auch bei Reden überhaupt, genüge es, Sätze parat zu haben, wie: "wie möt dän Büger ook mitniämen", oder "Wie sind up dän richtigen Wiäge", "un jümmer un jümmer wär: et gifft keinen Striet inne Partei".

Die Friedewalder Landfrauen schlossen sich in plattdeutsch an und gingen dann zur Freude der Zuhörer auf die örtlichen Ereignisse ein.

Neben dem Chor Frohsinn Minderheide erfreuten die fünf jungen Männer des A-capella-Chores "Voice" die Besucher mit temperamentvollen, fröhlichen Liedern.

Als plötzlich spontan Beifall aufbrauste, war das die Begrüßung für Henning Scherf, den beliebten früheren Bürgermeister von Bremen. Ein Handschlag für jeden, die Umarmung einer Sängerin vom Chor: "So ist Henning", sagte Lothar Ibrügger.

Und es ist tatsächlich ein Politiker "zum Anfassen". Im Plauderton, nicht wie ein Redner, so brachte er seine Gedanken zum Ausdruck, und da offenbarte sich auch ein wenig, warum er so viele Freunde hat.

Scherf ist überzeugt, erfolgreiche politische Arbeit sei nur mit Verbündeten, mit Freunden möglich.

Verbündete über Grenzen der Partei hinweg suchen

Und Verbündete brauche man über die eigene Partei hinweg. Nicht das Parteibuch sei dafür entscheidend, gewählt zu werden. Wichtiger sei die Erkenntnis: "Zu dem kann man gehen, wenn man nicht mehr weiter weiß".

Man müsse verlässlich erreichbar und als Person anerkannt sein.

Und es sei wichtig, den eigenen Horizont zu erweitern, international zu denken und sich als Teil einer weltweiten Idee zu empfinden.

Der Ortsverband Minderheide konnte noch verdienstvolle Genossen für langjährige Mitgliedschaft ehren:

Erhard Kluth (40 Jahre), Wilhelm Altvater und Klaus Kruschel (25 Jahre) und weitere sieben Mitglieder, die zehn Jahre zu ihnen gehören.

Quelle: MT-Online vom 03/06/08

 

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