SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Dem Wald in NRW geht es weiter schlecht – doch Ministerin Gorißen verwaltet schlicht den Mangel

Veröffentlicht am 25.11.2024 in Landtagsfraktion

Foto: pixabay.com

Zum heute vorgestellten Waldzustandsbericht 2024 des Landes Nordrhein-Westfalen erklärt René Schneider, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Jahr für Jahr hören wir, wie schlecht es um den Wald bestellt ist. Doch was tut Ministerin Gorißen dagegen? Sie verwaltet schlicht den Mangel – mit fatalen Folgen. Bei vielen zentralen Baumarten wie der Eiche geht der Zustand weiter bergab. Dennoch fehlen ausreichend gezielte Maßnahmen, in einzelnen besonders gefährdeten Baumbeständen Verbesserungen herzustellen. Die Wiederbewaldung kommt zudem nur langsam voran. Nur ein Viertel der durch den Borkenkäfer entstandenen Schadflächen sind wiederbewaldet. Ein Problem ist hier der hohe Wilddruck. Denn gerade Rehe fressen mit Vorliebe junge Triebe. Eine Strategie, wie die Landesregierung diesem Problem Herr werden will, fehlt. Stattdessen hat Ministerin Gorißen der Aufforstung in diesem Jahr mit dem kurzfristigen Stopp der Wiederbewaldungsprämie einen Bärendienst erwiesen. Angesichts der riesigen Aufgabe, den Wald in NRW vitaler zu machen, ist politische Planungssicherheit das Mindeste. Doch Gorißens Haus steckt im Organisations-Chaos. Das zeigt sich nicht nur am plötzlichen Förderstopp.

Auch bei zentralen Ankündigungen bleibt Ministerin Gorißen konkretes Handeln weiter schuldig. Im Haushalt für das Jahr 2025 steht kein Cent für das versprochene waldökologische Hochschulinstitut, das eigentlich neue Impulse für den Wald bringen sollte. Ob die Landesregierung in dieser Legislatur überhaupt noch spürbare Verbesserungen für den Wald auf den Weg bringen kann, ist zweifelhaft. Durch die Trennung vom Umweltministerium ist Gorißens Landwirtschaftsministerium weiter zu sehr mit sich selbstbeschäftigt. Die Neuorganisation nachgelagerter Behörden ist nach zweieinhalb Jahren immer noch nicht abgeschlossen. Die neuen vorgesehenen Strukturen scheinen zudem dysfunktional. Der Großteil des Waldes soll in Zuständigkeit von Ministerin Gorißen bleiben, während Umweltminister Krischer mit dem Nationalpark Eifel ein besonders wichtiges Stück Wald in seiner Verantwortung behält. Damit macht die Landesregierung die Arbeit für den Wald unnötig kompliziert.“

 

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