SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Chance auf Arbeit steigt

Veröffentlicht am 15.12.2010 in Presse

Zu einem Arbeitsgespräch haben sich (von links) Klaus Meister, Stefan Schwartze, Inge Howe und Dirk Oberwetter

Arbeitsagentur informiert Abgeordnete

Bad Oeynhausen (WB). Die Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes war das Thema eines Arbeitsmarktgesprächs von Inge Howe, SPD-Abgeordnete im Landtag NRW, und Stefan Schwartze, SPD-Bundestagsabgeordneter, mit der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Herford.

In der Geschäftsstelle Bad Oeynhausen berichteten Klaus Meister, Geschäftsführer der Herforder Arbeitsagentur, und Dirk Oberwetter, Geschäftsstellenleiter in Bad Oeynhausen, über die Situation am Markt. Besonders erfreulich: Nach einem Jahr der Wirtschaftskrise beginne die gute konjunkturelle Entwicklung positiv auf den heimischen Arbeitsmarkt zu wirken.

Mit der Herbstbelebung und der gestiegenen Nachfrage nach Fachkräften sinkt nach Angaben der Experten die Arbeitslosigkeit. Vom wirtschaftlichen Aufschwung hätten in den vergangenen Monaten vor allem junge Arbeitslose profitiert. Nachdem sie zunächst von der Krise überproportional betroffen gewesen seien, hätten sie wieder einen Arbeitsplatz gefunden. Auch ihre Übernahmechancen nach Abschluss ihrer Berufsausbildung hätten sich verbessert.

Das Bewusstsein der Unternehmen für die Fachkräfte der Zukunft zeige sich auch in der gestiegenen Ausbildungsbereitschaft der Betriebe. Der Herforder Arbeitsagentur wurden bis zum Ausbildungsbeginn mehr als 16 Prozent mehr Ausbildungsstellen zur Vermittlung zur Verfügung gestellt, als ein Jahr zuvor.

Doch die Absicht allein schaffe noch keinen Ausgleich auf dem Ausbildungsmarkt, betonten die Abgeordneten: »Die leistungsschwächeren Schüler bleiben bei der Ausbildungsstellensuche nach wie vor auf der Strecke. Wenn die Unternehmen in den nächsten Jahren allerdings qualifizierte Arbeitskräfte benötigen, sind sie schon heute gefordert noch mehr in Ausbildung zu investieren.«

Dazu gehöre es auch, benachteiligten Jugendlichen eine Chance für den Berufseinstieg einzuräumen, betonte Inge Howe. Klaus Meister bot allen Betrieben, die motivierten jungen Leuten diese Chance einräumen würden, jederzeit Unterstützung an. Ein gutes Instrument seien die ausbildungsbegleitenden Hilfen für Jugendliche, die in der Ausbildungstheorie nicht die Stärksten sind.

Dirk Oberwetter ergänzte: »Mit Beitragsgeldern werden Programme ins Leben gerufen, die Jugendlichen, ebenso wie erwachsenen Arbeitslosen, die Integration in das Arbeitsleben erleichtern.« Die Initiative zur Flankierung des Strukturwandels - kurz IFLAS - sei beispielsweise ein speziell eingerichtetes Sonderprogramm, um dem drohenden Fachkräftebedarf entgegen zu wirken.

Mit diesem Programm wurden 2010 bisher 525 Menschen zumeist ohne Ausbildung gefördert. Sie erwerben in den nächsten zwei Jahren einen Berufsabschluss zumeist in den Zukunftsbranchen Metall und Pflege. »Nur mit allen Akteuren am Arbeitsmarkt bereiten wir uns auf die wirtschaftlichen Herausforderungen in unserer Region vor«, bekräftigten Abgeordnete und Arbeitsagentur.

Klaus Meister zog insgesamt ein positives Fazit: Die Einstellungsbereitschaft und die Stimmungslage aller Unternehmen im Bezirk sei positiv zu bewerten. Allerdings bereite ihm die Küchenmöbel- und Kunststoffindustrie Sorge.

WB-Artikel vom 15.12.2010

 

Homepage Inge Howe

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