SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Bundesfamilienministerin sollte Familienbericht der OECD gründlich lesen

Veröffentlicht am 28.04.2011 in Familie und Jugend

Anlässlich der Veröffentlichung des Familienberichts der OECD erklärt die familienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Caren Marks:

Die OECD hat erneut bestätigt, dass die frühe Förderung von Kindern und der Ausbau der Ganztagsbetreuung in Kitas und Schulen in Deutschland Priorität haben müssen. Gerade die Förderung von Kindern bereits im Vorschul-Alter muss durch mehr Krippenplätze verbessert werden. Nur so werden wir allen Kindern gleiche Chancen ermöglichen. Wir brauchen mehr direkte Investitionen in Bildung und Betreuung.

Weiter macht der Familienbericht der OECD deutlich, dass staatliche finanzielle Unterstützung von Familien richtig und wichtig ist, nur muss diese in Deutschland zielgerichteter erfolgen.

Das ursprünglich von der SPD durchgesetzte Elterngeld wird von Familienministerin Schröder nicht weiterentwickelt. Sie erklärt es zwar einerseits zu einem großen familienpolitischen Erfolg, benutzt es aber andererseits als Spargroschen. Bereits mit dem Haushalt 2011 wurde es insbesondere zu Lasten von Hartz IV-Familien zum Sparen benutzt. Die von der Ministerin mehrfach angekündigte Weiterentwicklung des Elterngeldes wird nun aufgrund von Finanzvorbehalten nicht weiter verfolgt.

Ob sich Menschen für Kinder entscheiden, hängt von vielen Faktoren ab. Sicher ist dabei, dass eine wichtige Rolle die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen spielen. Diese müssen verbessert werden. Dazu zählt die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, mehr Gleichstellung von Frauen im Erwerbsleben, der Ausbau der Betreuungsinfrastruktur, verlässliche Ganztagsschulangebote. Und Menschen brauchen existenzsichernde und gute Arbeit. Dann werden sich vielleicht mehr Menschen in Zukunft für Kinder entscheiden.

 

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