SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Betreuungsgeld ist Hemmschuh für gute und frühe Integration von Kindern

Veröffentlicht am 11.06.2012 in Familie und Jugend

Zu der aktuellen Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zu den Auswirkungen des Betreuungsgeldes erklärt die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig:

Deutlicher hätten die Ergebnisse der OECD-Studie nicht ausfallen können. Das Betreuungsgeld ist bildungspolitisch unverantwortlich und der absolut falsche Weg, um Kinder in Deutschland unabhängig von ihrer Herkunft von Anfang an zu fördern. Erfahrungen aus Norwegen zeigen, dass es einen falschen Anreiz dafür schafft, dass besonders Frauen aus Zuwandererfamilien mit sozial schwachem Hintergrund Geld vom Staat annehmen und ihre Kinder zu Hause versorgen, statt eine Arbeitsstelle und Betreuung zu suchen. Das Betreuungsgeld ist ein Hemmschuh für eine gute und frühe Integration von Kindern. Wie viele Beweise benötigt diese Bundesregierung denn noch, bis sie endlich die Finger von diesem Unsinn lässt?

Kinder aus sozial schwachen Familien haben es ohnehin schwer und diese Bundesregierung tut nichts, um ihnen den sozialen Aufstieg zu ermöglichen. Wir müssen alles dafür tun, dass alle Kinder einen frühen Zugang zu guter Bildung bekommen. Das ist im Interesse jedes einzelnen Kindes, aber auch der Volkswirtschaft unseres Landes. Die für das unsinnige Betreuungsgeld veranschlagten 1,2 Milliarden müssen daher in den Ausbau und die Qualität von Kitas investiert werden.

Die Einführung des Betreuungsgeldes ist schlicht und ergreifend beschämend für ein so modernes Land wie Deutschland. 

 

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