SPD Ortsverein Hille

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Alltagshelferinnen und Alltagshelfer in der OGS nicht im Ungewissen lassen

Veröffentlicht am 16.04.2021 in Landtagsfraktion

Das Alltagshelferprogramm an der OGS wird gut angenommen. Leider gibt die Landesregierung den freiwilligen Helferinnen und Helfern bisher jedoch keine Perspektive für eine Verlängerung des Programms. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage von Eva-Maria Voigt-Küppers hervor. 

Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW erklärt hierzu:

„Die Antwort der Landesregierung ist zugleich erfreulich und ernüchternd. Erfreulich ist, dass das Programm offenbar gut angenommen wird. Die Träger hatten nur vier Wochen, von denen zwei in die Weihnachtsferien fielen, um Förderanträge einzureichen. Dennoch wurden Anträge mit einem Gesamtvolumen von mehr als 23 Millionen Euro gestellt und fast in gleicher Höhe bewilligt. Das zeigt: Das Programm kommt gut an und war ganz offensichtlich dringend nötig. Deshalb hätte es auch schon viel früher starten müssen.

Die Beantwortung ist aber gleichzeitig ernüchternd: Zum einen lässt Schulministerin Gebauer völlig offen, ob das Programm fortgesetzt werden soll. Dabei könnte sie den Menschen, die sich so kurzfristig dazu bereiterklärt haben, an den Schulen auszuhelfen, eine berufliche Perspektive bieten. Sie könnte dem Fachkräftemangel entgegenwirken und das OGS-Personal dauerhaft entlasten – auch unabhängig von der Corona-Pandemie. Hiervon können alle Beteiligten nur profitieren.

Weiterhin zeigt sich erneut, dass es offenbar keinerlei inhaltliche Absprachen zwischen dem Familien- und dem Schulministerium gibt. Statt Bildung ganzheitlich zu denken, macht jedes Haus seine Arbeit nach wie vor allein. Die beiden FDP-Minister Stamp und Gebauer denken nicht daran, die Unterstützerprogramme für Kita und OGS in ein gemeinsames Konzept zu überführen.

Noch am Dienstag haben Stamp und Gebauer gemeinsam in einer Pressemitteilung erklärt, für die Helferinnen und Helfern in den Kitas ein Weiterbildungsprogramm aufzulegen. Das ist genau der richtige Schritt. Doch an keiner Stelle ist in dieser gemeinsamen Erklärung die Rede von den Alltagshelferinnen und Alltagshelfern an der OGS. Damit bestätigt die Landesregierung erneut, dass die Offenen Ganztagsschulen keine Priorität genießen.

Ich will daher in einer weiteren Kleinen Anfrage von der Landesregierung wissen, warum es keine Pläne zu gleichwertigen Behandlung der beiden Programme gibt.“

* * *

Hintergrund:

Im Zuge der Corona-Pandemie hat die NRW-Landesregierung das sogenannte Alltagshelferprogramm aufgelegt. Alltagshelferinnen und Alltagshelfer unterstützen das pädagogische Personal in den Einrichtungen bei Aufgaben, die wegen der Corona-Pandemie übernommen werden müssen. Hierzu zählt beispielsweise der Mehraufwand, der durch Dokumentation der Anwesenheit, die erschwerte Essensausgabe und die regelmäßige Desinfektion von Flächen entsteht.

Bereits im August 2020 startete das Alltagshelfer-Programm an den Kitas. Schnell wurden Forderungen laut, diese sinnvolle Entlastung für das Personal auch auf die Schulen zu übertragen. Doch anders als das Familienministerium sperrte sich das Schulministerium über Monate hinweg gegen diese Idee. Ein Einsehen erfolgte erst Ende November und Mitte Dezember. In der Woche vor den Weihnachtsferien veröffentlichte das Schulministerium eine entsprechende Förderrichtlinie. Anträgen waren bis zum 15. Januar einzureichen.

 

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