SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Wir müssen Islam und Islamismus sorgfältig trennen

Veröffentlicht am 07.10.2010 in Bundespolitik

Foto: Bleicker

Sigmar Gabriel hat sich in der Debatte über die Rolle des Islam in Deutschland hinter Christian Wulff gestellt. „Der Bundespräsident hat Recht: Natürlich gehört der Islam inzwischen zu Deutschland.“ Der SPD-Vorsitzende forderte, Islam und Islamismus sorgfältig zu trennen, „denn sonst spielen wir nur den Eiferern in die Hände.“

Wer einen aufgeklärten, nicht fundamentalistischen Islam wolle, der müsse die Muslime auch in Deutschland ankommen lassen, sagte Gabriel am Donnerstag der dpa. Als „eigentümlich“ bezeichnete der SPD-Vorsitzende die Bemerkung von Angela Merkel, dass in Deutschland das Grundgesetz gilt und nicht die Scharia. Das sei doch für die überwältigende Mehrheit aller gläubigen Moslems in Deutschland selbstverständlich. „Und die einzige Leitkultur, die wir allen Menschen in Deutschland abverlangen müssen, steht in den ersten 20 Artikeln des Grundgesetzes.“

Hintergrund ist eine hitzig geführte Debatte innerhalb von CDU und CSU – die Rede von Bundespräsident Christian Wulff am Tag der Deutschen Einheit sorgt innerhalb der Union zunehmend für Unruhe. Viele Konservative weigern sich, muslimische Kultur als Teil Deutschlands anzuerkennen.

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