Neue Wege in der Pflegeberufeausbildung - Stefan Schwartze und Petra Crone diskutierten mit Experten vor Ort

Veröffentlicht am 23.04.2016 in Soziales

Fachgespräch Pflegeberufegesetz - Stefan Schwartze, Petra Crone, Thorsten Kroll

Der Bundestag befasst sich seit kurzem mit dem Regierungsentwurf zum geplanten Pflegeberufegesetz. Der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze hat sich jetzt gemeinsam mit seiner Kollegin Petra Crone ein Bild davon gemacht, welche Vor- und Nachteile Experten sehen, die vor Ort in der Pflege tätig sind. Stefan Schwartze ist wie Petra Crone Mitglied im Bundestagsausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und hatte zum Fachgespräch nach Herford eingeladen. „Ich möchte die Konsequenzen eines solchen Gesetzes mit Praktikern besprechen und die Meinung dieser Experten zum Entwurf diskutieren. Zeigen Sie uns auf, wo wir noch nachbessern müssen“, erläutert er den Hintergrund der Veranstaltung, die im Heinrich-Windhorst-Haus, stattfand.

Nach einer kurze Begrüßung durch Thorsten Kroll, der als Gastgeber deutlich machte, dass die Diakonie dem Gesetz generell positiv gegenübersteht, führte Schwartze grundsätzlich in die Thematik ein. Er verdeutlichte die hohe Bedeutung für seinen Wahlkreis (Kreis Herford und die Stadt Bad Oeynhausen) mit seiner großen Dichte an Institutionen im Bereich der Gesundheit und Pflege sowie vielen Ausbildungseinrichtungen und –schulen in diesem Bereich.

Petra Crone ist als zuständige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion im Fachausschuss eingehend mit der Thematik und dem Gesetzentwurf vertraut. Sie erinnerte daran, dass bereits seit 15 Jahren über ein solches Gesetz nachgedacht werde: „Aufgrund der vielen verschiedenen Zuständigkeiten auf Bundes- und Länderebene müssen jedoch ebenso viele Erwartungen berücksichtigt werden; auch jene der Schulen, der Ausbildungsträger und der Auszubildenden. Auf jeden Fall ist der Entwurf gut überlegt, von breiter Basis getragen und ganz bestimmt kein Schnellschuss“, beschrieb Crone die Ausgangslage.

Das Ziel des Gesetzes solle eine „zukunftsfähige Pflegeausbildung“ sein, um die Qualität der Pflege zu steigern und die Attraktivität des Pflegeberufs zu erhöhen, so Crone. Wesentliche Elemente des neuen Pflegeberufsgesetzes seien unter anderem eine einheitliche generalistische Pflegeausbildung mit einem einzigen Berufsabschluss, die Kostenfreiheit der neuen Pflegeausbildung für Auszubildende sowie eine einheitliche Finanzierung. Darüber hinaus gehe es um die Einführung einer hochschulischen Grundausbildung, um die Qualität der Pflege weiter zu verbessern und die Attraktivität der Ausbildung zu steigern

Die Teilnehmer der gut besuchten Veranstaltung lobten insgesamt den Gesetzesentwurf, machten aber auch auf Punkte aufmerksam, die noch konkreter formuliert oder ergänzt werden müssten. Ein mehrfach geäußerter Appell aus der Expertenrunde war die Forderung nach einer transparenten Ausbildungsfinanzierung. Diskutiert wurden insgesamt viele Fragen rund um die finanzielle Ausstattung der Ausbildungsträger und der Schulen. Ein weiterer Diskussionsschwerpunkt war das Thema Praxisbezüge der Ausbildung, insbesondere hinsichtlich Praxisanleitung, Qualifikation der Ausbildungsverantwortlichen oder der sich häufig überschneidenden Aufgaben im Alltag. Hier wünschten sich viele deutlichere Definitionen und möglichst klare Strukturen. Dabei müsse unbedingt dafür gesorgt werden, dass Auszubildende sich deutlich mehr um die Pflege als um die Administration kümmerten.

Stefan Schwartze und Petra Crone notierten sich viele Punkte, konnten einige Sorgen entkräften, wollen andere in die Diskussion innerhalb des Bundestagsausschusses einbringen. Crone erläuterte, dass einige Ausführungsbestimmungen zum Gesetz dem Ausschuss noch gar nicht vorliegen und hier abgewartet werden müsse. Als Beispiel nannte sie die Ausbildungsverordnung. „Wenn wir feststellen, dass da etwas nicht passt, werden wir im Ausschuss nachbessern“, erklärt Schwartze.

Als eines der wichtigsten Ziele des neuen Pflegeberufegesetzes wurde von allen Teilnehmern die finanzielle Gleichstellung der Altenpflegeberufe mit der Krankenpflege formuliert. Eine Forderung, die Petra Crone und Stefan Schwartze ausdrücklich teilten: „Wenn der Altenpflegeberuf nicht auch in finanzieller Hinsicht der Krankenpflege angepasst wird, werden wir langfristig ein Problem bei der Suche nach jungen Menschen bekommen, die bereit sind, sich für dieses Berufsfeld zu entscheiden. Bereits heute haben wir einen höheren Bedarf, als durch die Nachfrage gedeckt wird“, teilt Schwartze die Ansicht vieler Teilnehmer.

 
 

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News der NRWSPD

Zur Absicht der Landesregierung, die Mittel für das Sozialticket mittelfristig komplett zu streichen, erklärt Michael Groschek, Landesvorsitzender der NRWSPD:

Zum Scheitern der Sondierungsgespräche erklärt Michael Groschek, Landesvorsitzender der NRWSPD:

Es gibt keine große Koalition, auch wenn Merkel und die Schwampel scheitern. Diese Position hat der Landesparteirat der NRWSPD noch einmal per Beschluss bekräftigt. Das Gremium bestätigte zudem die Vorsitzende im Amt.

Mit über 80 Prozent der Stimmen wurde der Aachener Walter Cremer zum Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft 60plus der NRWSPD gewählt. Er tritt damit die Nachfolge des im Mai 2017 verstorbenen Wilfried Kramps an. Walter Cremer (68) war seit 2013 stellvertretender Vorsitzender der AG und ist seit 1972 Mitglied der SPD. Als stellvertretende Vorsitzende unterstützen ihn Friedhelm Hilgers (Köln), Ralf Weßelmann (Kreis Steinfurt) und Marie-Jeanne Zander (Rheinkreis Neuss). Neuer Schriftführer ist Hans-Jürgen Böken (Wesel). Als Beisitzer komplettieren Anneliese Wlcek (Dinslaken), Gerlinde Lauth (Altenbeken), Maria Rose (Höxter), Hans Demmerle (Unna), Margit Reisewitz (Hürth), Gisela Hümpel (Herne), Ingrid Jarzombeck (Bochum) und Reinhard Jung (Olpe) den Vorstand.

Zur Schlussphase der Sondierungen zwischen CSU, FDP, Grünen und CDU erklärt Michael Groschek, Landesvorsitzender der NRWSPD:

News der Bundes-SPD

Nach dem krachenden Scheitern der Jamaika-Sondierungen hat sich SPD-Chef Martin Schulz am Donnerstag mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu einem Gespräch getroffen. Anschließend hat die Parteiführung beraten.

20.11.2017 15:46
Es ist genügend Zeit.
Nach dem Scheitern der Sondierungen zwischen CDU, CSU, FDP und Grünen geht SPD-Chef Martin Schulz davon aus, dass jetzt die Wählerinnen und Wähler das Wort haben. Für eine Große Koalition, bekräftigte Schulz, stehe die SPD nach wie vor nicht zur Verfügung.

Das Präsidium hat am 6. November in erster Lesung den Entwurf des Leitantrags für den Bundesparteitag im Dezember beraten. Der Leitantrag soll am 20. November vom Parteivorstand beschlossen werden. Bis dahin werden auch Änderungen aus dem Kreis des Präsidiums sowie die Ergebnisse der noch ausstehenden Dialogveranstaltungen mit der Parteibasis eingearbeitet.

SPD-Chef Martin Schulz kündigt eine tiefgreifende Erneuerung der Partei an. "2017 muss symbolisch stehen als Wendepunkt, als Neuanfang für die SPD", schreibt Schulz. Dieser müsse umfassend sein - organisatorisch, strukturell, strategisch.