Frühe Hilfen: Jugendämter und Gesundheitskassen wollen Netzwerk ausbauen!

Veröffentlicht am 17.07.2013 in Jugend

Bis auf den letzten Platz gefüllt: Jugendämter und Gesundheitskassen im Gespräch!

Minden: Konfliktsituationen und Gefährdungen schon für kleinste Kinder ab der Geburt zu erkennen und zu vermeiden. Das ist das Ziel früher Hilfen. für Auf Einladung der SPD Landtagsabgeordneten Inge Howe trafen sich am Montag Vertreter aus allen Jugendämtern im Kreis mit den größten Gesundheitskassen im Café des Prinz-Friedrich in Minden.

Inge Howe (MdL) erläuterte nochmals den Grundgedanken des Programms „Frühe Hilfen“: Der Fall des kleinen Kevins in Hamburg, der von seinem Vater totgeschüttelt wurde, und der Grundsatz von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ´kein Kind zurücklassen´ haben den Landtag veranlasst im Haushalt 2013 9 Mio. Euro für die Jugendämter zur Verfügung zu stellen. Die Jugendämter im Kreis erhalten daraus knapp 300.000 Euro.

Miriam Frömrich vom Jugendamt der Stadt Minden stellte in ihrem Vortrag die Arbeitsweise der Jugendämter vor: Um mit den knappen Resourcen möglichst viel erreichen zu können, haben die vier Jugendämter aus Bad Oeynhausen, Porta Westfalica, der Stadt Minden und dem Kreisjugendamt ein Netzwerk gebildet. Zusammen bieten sie Familienhebammen an, die schwangeren Frauen und jungen Müttern bis zum ersten Lebensjahr begleiten und bei Problemen unterstützen. Problemfamilien werden zu Hause aufgesucht und auch ganz praktisch beraten. Weiterhin in Zusammenarbeit mit den heimischen Gynäkologen, Kinderärzten, den Mühlenkreiskliniken, der AWO und der Diakonie und weiteren Sprechstunden für werdende Eltern angeboten. So soll die Angst vor dem Jugendamt genommen werden. Die Jugendämter wollen den Eltern helfen und sie so früh wie möglich bei bestehenden Problemen und Konflikten unterstützen.

Detlef Strunk, stellvertretender Gebietsleiter AOK Nordwest aus Herford, stellte die Angebote seiner Kasse vor, die in ähnlicher Form auch von den anderen Gesundheitskassen geleistet werden.  In der Diskussion wurde deutlich, dass teilweise die Angebote der handelnen Organisationen gegenseitig nicht bekannt sind. Dieses soll jetzt verbessert werden. So sollen zum Beispiel in Flyern gegenseitig auf die Angebote der Jugendämter und der Kassen hingewiesen werden.  Im Bereich Haushaltshilfe bei Alleinerziehenden, Mutter-Kind Kuren, bei extrem Situationen durch Mehrlingsgeburten und bei Kindern psychisch kranker Eltern wollen die Organisationen sich besser unterstützen und vernetzen.

Ernst-Wilhelm Rahe (MdL), Mitglied im zuständigen Ausschuss für Familie und Kinder, lobte besonders die Zusammenarbeit der Jugendämter im Kreis. „Das ist ziemlich einmalig im Land NRW, dass alle Jugendämter im Kreisgebiet ihre Ressourcen bündeln und so viel mehr erreichen, als wenn jeder das Rad wieder neu erfinden will. Ein gutes Beispiel auch für andere Flächenkreise im Land. 

Durch die jetzt geschaffenen direkten Kontakte der Jugendämter mit den Gesundheitskassen erhoffen sich alle beteiligte eine weitere Effizienzsteigerung ihrer Arbeit. Inge Howe: „Je früher wir Probleme erkennen und heilen können, umso besser für das Kindeswohl und die Gesellschaft. Psychische oder körperliche Schädigungen von Kleinstkindern führen zu lebenslangen Folgekosten. Darum ist die Arbeit und das investierte Geld für ´Frühe Hilfen´ ein wichtiger Ansatz!

 
 

Homepage Inge Howe

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News der NRWSPD

Zur Absicht der Landesregierung, die Mittel für das Sozialticket mittelfristig komplett zu streichen, erklärt Michael Groschek, Landesvorsitzender der NRWSPD:

Zum Scheitern der Sondierungsgespräche erklärt Michael Groschek, Landesvorsitzender der NRWSPD:

Es gibt keine große Koalition, auch wenn Merkel und die Schwampel scheitern. Diese Position hat der Landesparteirat der NRWSPD noch einmal per Beschluss bekräftigt. Das Gremium bestätigte zudem die Vorsitzende im Amt.

Mit über 80 Prozent der Stimmen wurde der Aachener Walter Cremer zum Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft 60plus der NRWSPD gewählt. Er tritt damit die Nachfolge des im Mai 2017 verstorbenen Wilfried Kramps an. Walter Cremer (68) war seit 2013 stellvertretender Vorsitzender der AG und ist seit 1972 Mitglied der SPD. Als stellvertretende Vorsitzende unterstützen ihn Friedhelm Hilgers (Köln), Ralf Weßelmann (Kreis Steinfurt) und Marie-Jeanne Zander (Rheinkreis Neuss). Neuer Schriftführer ist Hans-Jürgen Böken (Wesel). Als Beisitzer komplettieren Anneliese Wlcek (Dinslaken), Gerlinde Lauth (Altenbeken), Maria Rose (Höxter), Hans Demmerle (Unna), Margit Reisewitz (Hürth), Gisela Hümpel (Herne), Ingrid Jarzombeck (Bochum) und Reinhard Jung (Olpe) den Vorstand.

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News der Bundes-SPD

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20.11.2017 15:46
Es ist genügend Zeit.
Nach dem Scheitern der Sondierungen zwischen CDU, CSU, FDP und Grünen geht SPD-Chef Martin Schulz davon aus, dass jetzt die Wählerinnen und Wähler das Wort haben. Für eine Große Koalition, bekräftigte Schulz, stehe die SPD nach wie vor nicht zur Verfügung.

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SPD-Chef Martin Schulz kündigt eine tiefgreifende Erneuerung der Partei an. "2017 muss symbolisch stehen als Wendepunkt, als Neuanfang für die SPD", schreibt Schulz. Dieser müsse umfassend sein - organisatorisch, strukturell, strategisch.