Frauenrechte - Es gibt noch viel zu tun - Make it happen!

Veröffentlicht am 08.03.2015 in Frauenpolitik

Zum internationalen Frauentag erklärt die AsF-Vorsitzende Melanie Ochsenfahrt aus Minden:

"1911 kämpften Frauen in Europa und den USA für ihr Wahlrecht, gerechte Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Bis heute kämpfen Frauen weltweit für Chancengleichheit, Selbstbestimmung und die Selbstverständlichkeit der Gleichwertigkeit.

Nachrichten aus allen Ecken unserer global vernetzten Welt verdeutlichen schmerzlich, wie weit der Weg noch sein wird, bis alle Frauen überall ihre grundlegenden Menschenrechte gesichert wissen werden. 

Frauenhandel und Zwangsprostitution, Genitalverstümmelung, Zwangsverheiratung und gesellschaftlich legitimierte Vergewaltigung, die Kriminalisierung von Fehlgeburten – die Liste der Frauenrechtsverletzungen ist unerträglich lang.  Die Frauen weltweit verdienen unsere uneingeschränkte Solidarität und Unterstützung im Kampf um ihre Rechte! 

Wo ihnen die Stimme verwehrt wird, müssen wir umso lauter fordern! 
Frauenrechte sind Menschenrechte – weltweit. 

Frauen in Deutschland 2015 – schöne neue Welt?

Knapp 70% der Beschäftigten im Niedriglohnsektor sind nach wie vor Frauen. Mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes ist ein erster Schritt in die richtige Richtung getan – weitere müssen folgen.  Armut trotz Arbeit darf eine Gesellschaft nicht akzeptieren, vornehmlich weibliche Armut trotz Arbeit schon gar nicht

Heute für morgen Zeichen setzen bedeutet auch, gleiche Löhne für gleiche Arbeit zu sichern. Noch immer erhalten Frauen in Deutschland im Durchschnitt 22% weniger Lohn als Männer. Am 20. März 2015 ist es soweit – der Equal Pay Day markiert den Tag, ab dem rechnerisch auch Frauen für die gleiche Arbeit wie ein Mann Geld verdienen. Was bedeutet das für ihre und unsere Gegenwart und Zukunft? Die wirtschaftliche Leistung der Frauen wird nach wie vor marginalisiert. Die wirtschaftliche Teilhabe der Frauen endet auf Dreivierteln der Strecke – wo ein Mann die Früchte seiner Arbeit genießen kann, reicht es bei vielen Frauen nur um „über die Runden zu kommen“. Die wirtschaftliche Absicherung von Frauen im Alter ist trotz lebenslanger Arbeit oft nicht gewährleistet. Nach oben ist also noch viel Luft!

So wie auch in den Chefetagen und Führungsebenen, in Vorständen und Aufsichtsräten. Bereits 2001 gingen die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft eine Selbstverpflichtung zu mehr Frauen in Führungspositionen ein. Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung über den Frauenanteil in Führungspositionen in den 200 umsatzstärksten Unternehmen legte offen: Frauen in Spitzenpositionen sind noch immer die Ausnahme. Ihr Anteil lag Ende des Jahres 2014 bei gut fünf Prozent.

Die Novelle des Bundesgleichstellungsgesetzes soll nun die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst durchsetzen.  Wo eine paritätische Vertretung beider Geschlechter das Ziel ist, können 30% Quotierung nur einen Beginn darstellen! Wo gesetzliche Regelungen notwendig sind, um das Selbstverständliche zu gewährleisten, ist noch Vieles zu tun! Make it happen!"

 
 

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News der NRWSPD

Zur Absicht der Landesregierung, die Mittel für das Sozialticket mittelfristig komplett zu streichen, erklärt Michael Groschek, Landesvorsitzender der NRWSPD:

Zum Scheitern der Sondierungsgespräche erklärt Michael Groschek, Landesvorsitzender der NRWSPD:

Es gibt keine große Koalition, auch wenn Merkel und die Schwampel scheitern. Diese Position hat der Landesparteirat der NRWSPD noch einmal per Beschluss bekräftigt. Das Gremium bestätigte zudem die Vorsitzende im Amt.

Mit über 80 Prozent der Stimmen wurde der Aachener Walter Cremer zum Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft 60plus der NRWSPD gewählt. Er tritt damit die Nachfolge des im Mai 2017 verstorbenen Wilfried Kramps an. Walter Cremer (68) war seit 2013 stellvertretender Vorsitzender der AG und ist seit 1972 Mitglied der SPD. Als stellvertretende Vorsitzende unterstützen ihn Friedhelm Hilgers (Köln), Ralf Weßelmann (Kreis Steinfurt) und Marie-Jeanne Zander (Rheinkreis Neuss). Neuer Schriftführer ist Hans-Jürgen Böken (Wesel). Als Beisitzer komplettieren Anneliese Wlcek (Dinslaken), Gerlinde Lauth (Altenbeken), Maria Rose (Höxter), Hans Demmerle (Unna), Margit Reisewitz (Hürth), Gisela Hümpel (Herne), Ingrid Jarzombeck (Bochum) und Reinhard Jung (Olpe) den Vorstand.

Zur Schlussphase der Sondierungen zwischen CSU, FDP, Grünen und CDU erklärt Michael Groschek, Landesvorsitzender der NRWSPD:

News der Bundes-SPD

20.11.2017 15:46
Es ist genügend Zeit.
AntwortenNach dem Scheitern der Sondierungen zwischen CDU, CSU, FDP und Grünen geht SPD-Chef Martin Schulz davon aus, dass jetzt die Wählerinnen und Wähler das Wort haben. Für eine Große Koalition, bekräftigte Schulz, stehe die SPD nach wie vor nicht zur Verfügung.

Das Präsidium hat am 6. November in erster Lesung den Entwurf des Leitantrags für den Bundesparteitag im Dezember beraten. Der Leitantrag soll am 20. November vom Parteivorstand beschlossen werden. Bis dahin werden auch Änderungen aus dem Kreis des Präsidiums sowie die Ergebnisse der noch ausstehenden Dialogveranstaltungen mit der Parteibasis eingearbeitet.

SPD-Chef Martin Schulz kündigt eine tiefgreifende Erneuerung der Partei an. "2017 muss symbolisch stehen als Wendepunkt, als Neuanfang für die SPD", schreibt Schulz. Dieser müsse umfassend sein - organisatorisch, strukturell, strategisch.

Vier Wochen nach der schweren Niederlage bei der Bundestagswahl hat das SPD-Präsidium wichtige Weichenstellungen für einen Neuanfang gestellt. Der Niedersachse Lars Klingbeil soll neuer Generalsekretär werden.